Fontpsychologie. Wie Schriftarten wirken

Wenn ich an einem Design arbeite, ist die Wahl der Schrift oft ein entscheidender Moment. Denn ähnlich wie Farben lösen auch Schriften ganz bestimmte Gefühle aus – oft ganz unbewusst. Sie können ruhig oder lebendig wirken, modern oder klassisch, nahbar oder distanziert.

Serifenschriften, also Schriften mit kleinen „Füßchen“, wirken häufig traditionell, hochwertig und vertrauensvoll. Sans-Serif-Schriften dagegen erscheinen klar, modern und reduziert. Monospace-Schriften, bei denen jeder Buchstabe gleich viel Platz einnimmt, haben oft einen technischen, strukturierten Charakter. Script-Schriften erinnern an Handschrift und wirken persönlich, elegant oder verspielt. Slab-Serif-Schriften mit ihren kräftigen Serifen vermitteln Stabilität und Präsenz, während Display-Schriften vor allem auffallen wollen – individuell, ausdrucksstark und oft mit viel Charakter.

Im Corporate Design geht es darum, die richtige Balance zu finden. Welche Schrift passt zur Marke? Welche Wirkung soll entstehen? Und wie fügt sich alles in das Gesamtbild ein? Die Wahl der Typografie ist nie zufällig – sie ist ein wichtiger Teil der visuellen Identität und prägt, wie eine Marke gelesen und gefühlt wird.

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