
Wenn ich mit Kunden an einem Corporate Design arbeite, ist die Farbwahl einer der spannendsten Schritte. Denn Farben entscheiden oft ganz intuitiv darüber, wie eine Marke wahrgenommen wird – noch bevor Inhalte bewusst gelesen werden.
Am Anfang steht immer die Frage: Wofür steht die Marke eigentlich? Welche Werte sind wichtig, welche Ziele gibt es und wie soll der Auftritt wirken? Gemeinsam nähern wir uns diesem Kern, denn er bildet die Grundlage für alle weiteren gestalterischen Entscheidungen.
Im nächsten Schritt schauen wir uns Farben genauer an. Welche Wirkung bringen sie mit? Ein kühles Blau kann Vertrauen und Klarheit vermitteln, Grün steht oft für Balance und Entwicklung, warme Töne wie Orange oder Rot wirken lebendig und nahbar. Gleichzeitig werfe ich einen Blick auf die Branche – nicht, um Trends zu kopieren, sondern um bewusst zu entscheiden, ob wir uns daran orientieren oder einen eigenen Weg gehen.
Der letzte Schritt ist immer ein Ausprobieren. Farben funktionieren nie isoliert, sondern im Zusammenspiel mit Typografie, Bildwelt und Anwendung. Ich teste verschiedene Varianten, setze sie in den Kontext und lasse sie wirken. Oft zeigt sich erst hier, welche Farbwelt sich wirklich stimmig anfühlt – und genau darum geht es am Ende.




